Tag 11 Meile 127 – 148 19.4.

Heute war ich früh auf den Beinen und bin schon um 6.30 losgelaufen. Davor empfing mich noch dieses Morgenrot:Bis zum Mittag konnte ich dann gut Meilen machen und die Landschafts und die Ausblicke haben immer wieder geändert.So konnte ich nach einigen Tagen die beiden Berge San Jacinto und Baden Powell wieder sehen und konnte feststellen, dass ich den beiden Herren wieder ein ganzes Stück näher gekommen bin.San Jacinto ist vorne rechts und scheint gut machbar zu sein. Baden Powell hat jedoch massiv mehr Schnee, der wird wohl die grössere Herausforderung.Dann wollte ich noch zeigen, wie so ein Wasser Depot ausschauen kann. Hier haben Trail angels eine Palette voll mit Gallonen-Kanistern Wasser gekauftund deponieren diese beim Trail.Ein bisschen Später war noch eine Wasserstelle, hier ein 2000 Liter Wassertank. Und etwas weiter oben gabs eine Trailneuheit für zu bestaunen; eine Trail Dusche.Oben füllt man einen Gallonkanister mit Wasser, drunter stehen und die Wasserspiene öffnen. Funktioniert einwandfrei, musste ich natürlich gleich testen, und das T Shirt mit den weissen Schweissringen kam auch gleich dran.Bin danach nochmals los und bin noch dem Sonnenuntergang entgegen gelaufen. So gabs heute einige Meilen. Hab dann einen schönen Platz für mein Zelt gefunden.

Tag 10 Meile 109 – 127 18.4.

Der Tag hat ganz easy begonnen; nochmals duschen, bevor dann wieder für 4 Tage ins Gemüse geht. Wir waren dann noch im Restaurant früstücken, mit Toast, Joghurt und Früchten; auch das gibt’s nicht mehr die nächsten Tage. So sind wir erst um 9.30 auf den Trail gestarted. Wir wollten zu Mike’s Place weils da sehr gut sei und auch Abends Pizza gäbe. So standen heute 18 Meilen und einige Höhemeter an.Der Beginn war wunderschön über die Rinderweiden zu laufen die sich im Wind wie Wellen bewegten.Irgendwann tauchte ein Schild auf das ich bis jetzt noch nicht kannte; man kann auch Gotte oder Götti für einen Trail Abschnitt werden.Weiter gings einem Flusslauf entlang und noch ein par Höhemeter bergauf. Nichts spezielles aber immer wieder schöne Aussichten ins Tal runter.Nach einer 2 stündigen Mittagspause um die Hitze ein wenig zu umgehen, gings nochmals bergauf und über einen Pass.Auch die nächste Schlange kreuzte den Trail.Und dann kam der Abzweiger zu Mike’s Place.Mike’s Place ist hauptsächlich ein eingezäuntes Gelände im nirgendwo, mit zwei Remisen darauf und um die Remisen und darin findet man allen erdenklichen Schrott und Müll.Das beste daran war die Kühlbox mit Bier. Na ja, dann halt 6 Bier = eine Mahlzeit.Und dann der Pizzabäcker, der war ziemlich stoned und hatte zu Anfang vom Teig kneten noch seinen Joint im Mundwinkel.Ich hab mich dann frühzeitig ohne Pizza in mein Zelt verabschiedet und noch was aus meinem Rucksack gegessen.Aber das Sch…. haus hatte eine wirklich schöne Aussicht.Und PS. Es riecht auch so wies aussieht, inkl. Fliegenschwarm.Fairerweise soll noch erwähnt sein, dass hier jeder zahlen kann was ihn was er will. Es gibt keine Kasse, sondern jeder schiesst sein Geld in einen Pot.Ich werde morgen wohl sehr früh starten, da wieder sehr warmes Wetter angesagt ist und ich die Morgenstunden ausnutzen will. So komm ich wohl auch ums Frühstück bei Mike’s Place!

Tag 9 Meile 109 – 109 17.4.

Heute war also ein Zero-Day! Das heisst zwar, dass ich keine Meilen laufe, bedeutet aber nicht, dass ich nix zu tun hatte.

Zuerst mal die Wäsche waschen, das heisst alles rein in die Maschine ausser Daunenjacke und Regenhose. Das ist dann auch das Waschtag Outfit.

Dann musste das „Frässpäckli“ von der Post geholt werden, das benötigte Material für den nächsten Abschnitt rausnehmen und wieder weiter senden an die nächste Poststelle auf dem Trail.

Zellt, Kochgeschirr und Rucksack wollen auch wieder mal mit heissem Wasser gewaschen werden, etc. etc.

Selbstverständlich ist auch ausgiebiges Frühstücken, Mittagessen und Biertrinken von Nöten.

Und dann hab ich in Warner Springs noch das entdeckt bei unserem Resort:

Heisse Schwefelquellen. Leider sind die Bäder im Moment ausser Betrieb. Zu mehr als einem Fussbad hats daher leider nicht gereicht, da das Wasser bei der Quelle einfach ein par Grad zu heiss war.

So, morgen geht’s zurück auf den Trail. Ich bin gut erholt und gut genährt und auch motiviert ein par Meilen zu reissen.

Tag 8 Meile 94 – 109 16.4.

Die Nacht war sehr windig und heute morgen war überall im Zelt feiner Sand zu finden. Trotzdem hab ich einigermassen gut geschlafen. Ich lief um 7.30 los und bin dann am Mittag in Warner Springs angekommen. Der erste Teil ging weiter dieser Krete entlang und war durch den Wind eher kalt. Auch kam heute denn ganzen Tag, die Sonne nie zum vorschein.

Es ging dann bergab und es gab was zu feiern, nämlich die ersten hundert Meilen.

Im Tal unten angekommen passierten wir eine Strecke mit schönen alten Bäumen und später offenes Gelände mit saftigen Wiesen und Kühen.

Burger auf vier Beinen ;))

Der erste Fotospot auf dem Trail ist dann Eagle Rock, eine Felsformation die ein bisschen aussieht wie ein Adler. Alle Hiker machen hier ein Foto, also auch ich.

Wir liefen dann bis Warner Springs und haben für 2 Nächte in einer Lodge ein Zimmer gebucht. Morgen gibt’s einen Zero. So nennt man einen Tag, wo keine Meilen gelaufen werden. Also ein „Ruhetag“, aber mehr darüber morgen.

Tag 7 Meile 77 – 94 15.4.

Heute Morgen nach dem Aufstehen, durften wir ein Frühstück mit frischen Früchten geniessen, das uns Kimberly vorbereitet hatte bevor sie zur Arbeit fuhr. Bob brachte uns dann mit seinem Van zurück zum Trail. Ca. 2 Stunden Fahrt; ein Weg! Danke an Kimberly und Bob für ihre Grosszügigkeit.

Gersten und heute hab ich mal versucht, möglichst alle Blumen zu fotografieren, die neben dem Trail gerade blühen. Ich hab bestimmt nicht alle erwischt.

Der Weg heute führte über eine Hügelkette so ca. 1500müM. Es war den ganzen Tag sehr windig, aber sehr angenehme Temperaturen zum hiken. Auf dieser Höhe übernachte ich auch heute auf einem Campground. Und das ist die Aussicht und der Sonnenuntergang von hier oben:

Tag 6 Meile 64 – 77 14.4.

Diese Nacht war sehr warm und ich hab einigermassen geschlafen. So langsam fängt nehme ich den Trail-Rhythmus an, 6 Uhr aufstehen, Frühstücken, abräumen, los laufen, Ankommen, Zelt aufbauen, kochen und um 20.00 schlafen gehen. Die Etappe hab ich heute bis zum Mittag hinter mich gebracht.

Der Plan war dann mit Hitch-Hicking (Autostop) nach Julian und da ein Hotelzimmer nehmen. Es kam dann anders. Bei der Strasse war da eine Tafel, es gäbe Trailmagic unter der Strassenbrücke. Und so sah das dann aus:

4 Typen aus San Diego waren hier her gefahren mit Kühlkisten voller Bier Cola, etc. dazu wurde grilliert, es gab Früchte, Salat, Chips, Muffins, einfach alles was ein Hikerherz begehrt. Nach 1 1/2 Std verliessen wir die Party und stellten uns an die Strasse für den Hitch nach Julien. Mitgenommen hat uns dann Robert. Im Auto checkten wir dann freie Hotels in Julian, leider ohne Erfolg. Robert hat das mitbekommen und meinte dann, wir könnten bei ihm schlafen, er hätte ein grosses Haus und es gäbe da genug Platz für uns.

Das gab es dann auch. Sein Haus liegt auf einem Hügel ca. 40 Meilen von San Diego entfernt. Robert ist ein Auto und Motocrossverückter. Er hat uns einige seiner Schätze gezeigt.

Bob’s Frau kam dann nach Hause und war sehr erfreut über den unerwarteten Besuch. Es wurde Pizza bestellt und wir hatten einen schönen Abend mit Kimberly und Bob.

Christian, ich, Bob, Kimberly

Tag 5 Meile 47 – 64 13.4.

Heute morgen beim aufstehen, gab es eine tolle Überraschung, das Zelltdach war innen und aussen mit Reif überschlagen. Es war die bisher kälteste Nacht auf dem Trail.Wir kamen nochmal an dem Aussichtspunkt vorbei; diesmal im Morgenlicht.Eine Tafel klärte uns kurz danach auf, dass es nur noch 2600 Meilen bis nach Kanada sind.Es ging hoch auf einen Hügelzug, dem wir den ganzen Tag mehr oder weniger folgten. Immer wieder gab es schöne Aussichten in die Wüste mit wechselnden PerspektivenUnd zum ersten Mal sah ich in der Ferne die Berge von San Jacinto und Baden Powel, zweiterer mit sehr Schnee! Die Berge sind in 2-3 Wochen auf dem Programm. Mein Campspot ist heute Abend in einem Tal, so sollts diese Nacht nicht so kalt werden.

Tag 4 Meile 37 – 47 12.4.

Die Nacht war recht kalt und der Morgen ebenso, da wir in einem Tal gecampt haben wo am Morgen keine Sonne hin kommt. Vom Tal Rauf auf eine Krete wo ein schöner Wald war. So eine friedliche Stimmung im Morgenlicht.Durch den Wald gings runter nach Mount Lagune wo wir ziemlich lange rumgehängt sind. Um 2 Uhr Nachmittags ging dann endlich das Restaurant auf und so 20 Hiker haben dann das Teil gestürmt und nach Burger gelechzt.Um 3 haben ich und ein anderer Hiker entschieden, dass es noch einen Verdauungsspaziergang bedarf. Wir sind dann noch 2 1/2 Std gelaufen mit einer super Nachmittags/Abendstimmung.Am Schluss haben wir noch einen superschönen Campingplatz gefunden. Rasch Zelt aufbauen, Tee kochen und ab in die Haia.

Tag 3 Meile 23-37 11.4.

Von unserem schönen Campground gemütlich gestartet und runter nach Boulder Oaks. Hier hates wirklich viele grosse alte Eichen.Den Talboden dann durchquert einen Highway gequert und dann den Gegenhang wieder hoch. Dem Hang entlang hoch, unter uns der Kitchen Creek. Mittagspause dann direkt am Flussufer.Am Nachmittag ein schönes Tal hinauf über einen Pass.Und dann gabs die erste Trail magic auf dem PCT. Andrew ein Hobyfotograf aus der Gegend stand da an dieser Schotterstrass die den PCT kreuzt. Er hatte einen guten Deal anzubieten: er macht ein Foto von uns und jeder von uns kriegt ein Bier aus seiner Kühlbox. Da gibt’s nix zu überlegen, Foto machen und her mit dem Bier. Er hat uns dann erklärt, dass das sein Projekt für diesen Sommer ist und wir unsere E-mail hinterlassen sollen, damit er uns die Fotos dann zusenden kann.Zur Erklärung Trailmagic/Trail angels: Trail angel sind Leute die uns Hikern etwas Gutes tun wollen. Das geht von einer geschenkten Orange bis zu Übernachtung mit Essen und Wäscheservice. Das nennt man dann Trail magic. Die Angels tun das Grundsätzlich gratis. Das beste Beispiel sind bestimmt Scout und Frodo.Es ging dann nochmals ein ganzes Stück Berg auf zu unserem Campground.

Tag 2 Meile 11-23 10.4

Morgens gemütlich losgelaufen bei angenehmen Temperaturen bis Hauser Creek wo wir Wasser aufgefüllt haben. Danach gings die erste richtige Steigung des Trails hoch.Danach bis Lake Morena wo es Mittagspause gab. Der erste Burger auf dem Trail.Der hat wieder so richtig Energie geliefert für den letzten Anstieg zum Campground. Ein sehr schöner Platz mit Aussicht auf den Lake Morena.Der anschliessende Sonnenuntergang war einfach unglaublich schön

Tag 1 Meile 0-11 9.4.

Morgens um 5.00 gings heute los.
Morgenessen bei Scout und Frodo.Dann gings los mit der Fahrt zum Trailstart.Die ganze Bande, die gestern bei Scout und Frodo übernachtet haben und heute ihren Trailstart haben.Und natürlich die obligaten Fotos vom Monument.Und dann gings los…Die Wüste blüht und ist grün in diesem Jahr.Die erste Klapperschlange auf dem Trail.

Scout und Frodo 8.4.

Ich habe gestern mein Hotel in San Diego verlassen und bin mit dem Bus zu Scout und Frodo. Die beiden sind legendär in der PCT-Comunety. Die beiden sind vor einigen Jahren selber den PCT gelaufen und bieten nun PCT Hickern eine Unterkunft vor dem Trailstart. Sie bieten diesen Service vom Mitte März bis Ende Mai an und beherbergen in dieser Zeit bis zu 30 Hicker; wohlverstanden pro Tag! Total pro Saison 1100 bis 1300 Hicker. Es gibt hier Unterkunft, Dusche, Morgen- und Abendessen, sie fahren einen zum AT+T um eine Ami-SIM-Karte zu kaufen, sie fahren zum Outdoor-Shop, und und und. Und sie wollen kein Geld, keine Geschenke, höchstens eine Spende an die PCTA.
Und sie fahren einen am Start-Tag morgens früh zum Trail-Head und machen noch die obliganten Fotos vom Start.


Wahnsinn was die beiden leisten. Das beste ist jedoch, dass man hier schon mal die ersten Leute kennen lernt und auch Erfahrungen austauschen kann. Auch stehen Scout und Frodo mit Rat und Tat zur Seite für jegliche Auskünfte. Wenn nötig wird auch die Ausrüstung kontrolliert und unnötiger Luxus (Balast) aussortiert.
Abends sitzt man dann draussen und geniest gemeinsam das Nachtessen. Scout erzählt dann einige Trailstorys und gibt wichtige Infos weiter. Wie zum Beispiel die Regel „Leaf no Trash“. Das ist quasi ein Ehrenkodex, dass wirklich nichts in der freien Natur zurückgelassen wird. Auch wirchtig die Sicherheit auf dem Trail; einander zu helfen, rifercrossing und in diesem Jahr besonders wichtig: verhalten auf Schnee.
Insgesamt unheimlich gute Informationen direkt vor dem Trail.

In Zukunft werden meine Blogs wohl eher weniger Text enthalten; ich kann meinen Laptop leider nicht mitnehmen. Dafür wird’s dann hoffentlich mehr gute Fotos geben.

Down Town San Diego 6.4.

Na ja, mit schlafen klappt’s noch nicht so recht. Ich bin regelmässig um 2 Uhr morgens wach und das war’s dann auch für diese Nacht. Wird sich schon noch einpendeln.
Heute hab ich einen Ausflug nach Down Town San Diego unternommen. Am morgen habe ich dem Flugzeugträger Midway ein Besuch abgestattet. Dieser ist seit 2004 im Hafen als schwimmendes Museum eingerichtet. Das Schiff wurde nach dem 2. Weltkrieg gebaut und war fast 50 Jahre in Dienst. Die Dimensionen sind beeindruckend, sowohl auf dem Deck/Landebahn wie auch darunter. Eine schwimmende Stadt mit 4500 Einwohnern.

Nach dem Aufenthalt im Schiffsbauch der Midway war mir nach ein bisschen Sonne und frischer Luft. Die Uferpromenade von Down Town ist ideal dafür. Es war sehr viel los, denn auch die Amis haben am Samstag arbeitsfrei. Eine sehr friedliche, relaxte Stimmung entlang des Ufers. Diverse Restaurants, Strassenmusiker und Strassenhändler sind hier zu finden.

Besuch bei REI 5.4.2019

Zu meiner Überraschung hat es heute morgen geregnet in San Diego!
Nicht so schlimm; heute ist sowieso Shopping bei REI angesagt.
REI ist ein Outdoor-Ausrüster den es in ganz Amerika in jeder grösseren Stadt gibt. REI ist auch ein wenig ein Mythos; der Service ist legendär und für den grosszügigen Umgang mit Beanstandungen ist REI weitherum bekannt.
Der Shop liegt hier in San Diego ca. 10 km ausserhalb des Stadtzentrums; eine Gelegenheit den ÖV von San Diego kennen zu lernen.
Grundsätzlich fährt kein Amerikaner ÖV der sich ein Auto leisten kann. Dementsprechend ist auch das Publikum; Schüler, Pensionierte und Leute mit wenig Einkommen.
Der REI Shop ist eine Kathedrale für alle Outdoor-Freeks und es gibt einfach alles was man sich nur vorstellen kann. Und ja, der Besuch kann länger dauern als geplant und auch viel teurer werden wie gedacht. Zum Glück weis ich bei diesem Einkauf, was ich einkaufe, trage ich ein halbes Jahr mit mir rum. Dem entsprechend ist meine Shoppingtour sehr vernünftig ausgefallen.


Den Rest des Tages habe ich mit einem längerem Mittagsschlaf (Jetlag) und ein bisschen Blog scheiben verbracht. Danach hab ich noch meinen Rucksack definitiv gepackt und das Material ein letztes Mal geprüft. Es fehlen nur noch die Lebensmittel und ich bin Bereit für’s loslaufen.

Packen, Reisen, Ankommen 4.April 2019

Ausrüstung
Nun was mit muss ist eigentlich schon länger klar, nur welches Teil soll jetzt mit? Das schöne (grosse), kleine oder das Mini-Sackmesser. Und dann welche Wärmejacke? Faserpelz, Daunenjacke oder doch eine Primaloft noch kaufen?
Und wieviele Dry-Säcke sind jetzt genug und nicht zuviel?
Eigentlich gibt’s die richtige Lösung gar nicht; es gibt nur verschiedene Varianten der richtigen Lösung.
So werde ich erst nach dem Besuch bei REI (Outdoorshop), die endgültige Packliste erstellen. Und überhaupt, spielt’s gar keine Rolle, ändert sich dann ja während dem Trail sowieso laufend.

Mein Ausrüstung

Ich wurde am 3.4 von meiner Schwägerin im Engadin abgeholt und wir sind dann zusammen nach Muotathal gefahren zum übernachten. Wettertechnisch hatte ich ein riesen Glück, weil ein Tag später wäre ich nicht mehr vom Engadin weg gekommen; alle Zufahrtsstrassen vom und zum Engadin waren am 4.4 wegen Lawinengefahr geschlossen. So aber wurde ich, wiederum von meiner Schwägerin, nach Zürich zum Flughafen gebracht. Da hat dann meine eigentliche Reise via Frankfurt nach San Diego begonnen. Die Flüge waren sehr ruhig und angenehm und die 12 Stunden über den Atlantik sind eigentlich recht schnell vorüber.
Die Emigartion (Kontrolle durch die Einwanderungsbehörde) in San Diego ist dann sehr locker gelaufen. Die Beamtin war sehr nett, wollte ein par Details über den PCT wissen und wollte dann nicht mal mein Gepäck sehen.
Hier in San Diego hat mich dann das schönste Wetter empfangen. Nach dem CheckIn im Hotel hab ich mich dann an den Pool gesetzt.

Gegen Abend bin ich noch Richtung Küste gelaufen. Da gibt es einen kleinen Uferweg mit angrenzendem Freizeitpark. Im Moment sind viele Bäume und Sträucher am blühen und der Regen der letzten par Wochen hat auch dazu beigetragen, dass hier alles so grün ist.

In einer Restaurant-Mal mit diversen Take-away Angeboten hab ich mir mein Nachtessen geholt und in einer Bierhalle mit 20 Sorten Bier im Offenausschank mein Nachtessen genossen. Die amerikanische Kultur und der american way of life ist mir ja nicht gänzlich unbekannt (Medien, TV, Internet, etc.), aber hier hatte ich das erste mal einen Eindruck, wie sich das anfühlt. An jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken, was es in Europa so nicht gibt.

Idee, Vorarbeiten, Unterstützung

Ich habe letztes Jahr ca. um diese Zeit begonnen, das Internet nach Longdistance-Trails abzusuchen. Ich bin dann auf die üblichen Verdächtigen in den USA gestossen, die da sind Appalachian Trail, Continental Divide Trail und Pacific Crest Trail. Nach Durchsicht einiger Internet-Seiten, ist mir schnell klar geworden, dass es der PCT sein wird.
Ich habe dann begonnen, Informationen zu sammeln und diverse Blogs von Hikern zu lesen. Stück um Stück hat mich die PCT-Welt in ihren Bann gezogen. Der PCT ist definitiv mehr als nur ein Weg, es ist eine eigene Welt in die man als Hiker eintaucht.

Danach folgte Informationen sammeln über den Weg, die Ausrüstung, die Ernährung, die Organisation, den Resuply,  und vieles mehr. Eine wichtige Seite ist dabei die offizielle Seite des PCT: https://www.pcta.org
Am 14. November 2018 habe ich das nötige Long-Distance-Permit erhalten, das von der PCTA vergeben wird. Und ich konnte sogar mein Wunschdatum für den Start aussuchen! 9. April 2019. Es folgten organisieren von 180-Tage-Visum für die USA inkl. Botschaftsbesuch in Bern, California Fire Permit, Canada Entre Permit, Flug buchen, Unterkunft buchen für die ersten Tage in San Diego, Platz reservieren bei Scout und Frodo (dazu später noch mehr), etc, etc. Auch Versicherungen mussten angepasst oder neu abgeschlossen werden.

Im Januar, Februar und März 2019 konnte ich dann meine Kondition ein wenig verbessern. Vorallem mit Skitouren rund um meinen Wohnort.

Parllel dazu sind die Abschluss- und Übergabearbeiten rund um meine Firma erfolgt.

Bei all diesen Vorbereitungen durfte ich auf viel Unterstützung zählen. Hier ein ganz grosser Dank an:
Patrizia        für deine Geduld mein English zu verbessern
Sandra          für deine wertvollen Infos über den Trail
Tina               für deine persönlichen Unterlagen zum Trail
Carina           für die vielen positiven Diskussionen und Inputs 

Danke an Toni, Carina, Viz, Gian-Max, Franz und Peter für die schönen Skitouren die ich mit euch diesen Winter machen durfte. 

Danke an Claudio und sein Team, das mich bei allen geschäftlichen Belangen unterstützt hat. Ohne euch wäre das so nicht möglich.

Und nicht zuletzt geht ein Dank an Erna, Viz, Albert, Heidi-Marie, Kaja, Denise, Paulo und noch viele mehr, die in irgend einer Weise ein kleines Stück dazu beitragen, dieses Abenteuer für mich möglich zu machen.